8Endlich aber seid alle gleich gesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig!
9Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.
10Denn »wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden;
11er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche den Frieden und jage ihm nach!
12Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun.«
1Ich liebe den Herrn, denn er hat erhört
meine Stimme und mein Flehen;
2denn er hat sein Ohr zu mir geneigt;
darum will ich ihn anrufen mein Leben lang.
3Die Fesseln des Todes umfingen mich
und die Ängste des Totenreichs trafen mich;
ich kam in Drangsal und Kummer.
4Da rief ich den Namen des Herrn an:
»Ach, Herr, errette meine Seele!«
5Der Herr ist gnädig und gerecht,
ja, unser Gott ist barmherzig.
6Der Herr behütet die Einfältigen;
ich war ganz elend, aber er half mir.
7Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe,
denn der Herr hat dir wohlgetan!
8Denn du hast meine Seele vom Tod errettet,
mein Auge von den Tränen,
meinen Fuß vom Fall.
9Ich werde wandeln vor dem Herrn
im Land der Lebendigen.
13Den Kelch des Heils will ich nehmen
und den Namen des Herrn anrufen;
14meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen,
ja, vor seinem ganzen Volk.